Einbruchschutz: Vermieter vs. Mieter – Wer hat Recht(e)? – Teil II

Effektiver Einbruchschutz spielt eine wichtige Rolle im Kampf gegen Einbruch, Diebstahl und Vandalismus. Aber welche Rolle spielen eigentlich Vermieter und Mieter?

Im zweiten Teil der Reihe „Mieter vs. Vermieter – Wer hat Recht(e)?“ beschäftigen wir uns nun mit der Rolle des Mieters und mit seinen Rechten und Pflichten.

Mieter sind nicht die Eigentümer einer Immobilie und folglich verpflichtet, Einrichtungen zu Einbruchschutz, die mit einem An- oder Umbau der Immobilie verbunden sind, mit dem Vermieter abzusprechen. Das heißt: Bei festen Einbauten, die Fensterrahmen, Türen oder Wände verändern, muss vorher unbedingt die Zustimmung des Vermieters eingeholt werden.

Einrichtungen, die nicht in die bauliche Substanz der Immobilie eingreifen, können unproblematisch installiert werden. Generell können die folgenden Sicherheitstechniker installiert oder eingebaut werden:

  • hochwertigeres Türschloss, Schließblech oder Türspion in Wohnungstür
  • Querriegel mit Extraschloss
  • eine Alarmanlage bzw. Einbruchmeldeanlage installieren

Mieter können außerdem vorhandene Türgriffe bei Fenster-, Terrassen- und Balkontüren gegen abschließbare Griffe austauschen lassen. Als Eigentümer kann der Vermieter jedoch auf eine Rückbaupflicht bestehen. Das heißt, er darf verlangen, dass nachträglich eingebaute Sicherheitstechnik vor dem Auszug wieder entfernt wird. Mieter und Vermieter sollten die Rückbauvereinbarung schriftlich festhalten.

Zusammenfassend sei gesagt, dass Einbruchschutz in Mietwohnungen überwiegend Mietersache ist.

Um bösen Überraschungen vorzubeugen, sollte also in jedem Fall immer erst Rücksprache mit dem Vermieter gehalten werden.  Auf diese Weise steht einem Happy End mit Sicherheit nichts im Wege.

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