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  3. Hund, Katze, Maus: Fehlalarm durch Kleintiere
Neben schlecht-montierten Alarmmeldern und der eigenen Vergesslichkeit, sind Kleintiere die häufigste Ursache für Fehlalarme in überwachten Objekten.
Eine Hauskatze, die bei eingeschalteter Einbruchmeldeanlage vor die Kamera springt oder eine Fledermaus, die sich nachts in die Lagerhalle verirrt, sind Faktoren, auf die Sie nur bedingt Einfluss nehmen können. Aber beides kann Bewegungsmelder aktivieren und einen Fehlalarm auslösen und so ist der nächste Fehlalarm oft nur einen Katzensprung entfernt.
Was also tun, um lästige und vor allem kostspielige Fehlalarme durch Kleintiere zu vermeiden? Wir haben mit Daniel Hölscher, Technischer Leiter bei PLANPROTECT AG gesprochen und wollten wissen, welche Maßnahmen grundsätzlich ergriffen werden, wenn Kleintiere in Privathaushalten leben, in denen eine Einbruchmeldeanlage verbaut sind.
„Grundsätzlich kann man anstatt Bewegungsmeldern auch sogenannte Öffnungskontakte an Fenster und Türen anbringen. Die gibt es auch als Funk-Variante“, weiß Daniel Hölscher. „Das hätte auch den Vorteil, dass man sich bei geschärfter Anlage frei im Haus bewegen kann, ohne einen Alarm auszulösen“, so Hölscher weiter.
Auch auf die Frage, wie es sich mit Fehlalarmen durch Kleintiere bei offenem Gelände (z.B. Schrottplatz) verhält, kennt der Technische Leiter die Antwort: „Überwachte Flächen müssen immer eingefriedet sein, um eine zuverlässige Überwachung gewehrleisten zu können. Störgrößen (z.B. sich im Wind bewegende Pflanzen, Nagetiere) kann die Anlage weitestgehend herausfiltern und alles andere übernimmt die Notruf- und Serviceleitstelle“. D.h. die Alarme werden über die verbaute Videoüberwachung vorgeprüft und es wird entschieden, ob weitere Maßnahmen eingeleitet werden. Dasselbe gilt auch für den Innenbereich. Allerdings fungieren hier in den meisten Fällen Mikrophone als Prüfmedium. „Im Innenbereich werden Alarme meistens anhand von Geräuschen verifiziert. Einbruchgeräusche sind von Kleintieren in der Regel sehr gut zu unterscheiden“, erklärt Hölscher. „Selbstverständlich können auch innen zusätzliche Kameras verbaut werden, um ein noch deutlicheres Bild über die Situation zu bekommen“, so Hölscher weiter.
Zusammenfassend sei gesagt, dass Kleintiere im Haushalt oder offenen Geländen kein Grund sind, auf eine Einbruchmeldeanlage zu verzichten. Das Zusammenspiel von modernster Technik und geschultem Personal in der Notruf- und Serviceleitstelle, reduzieren Fehlalarme auf ein Minimum.
Abschließend hat der Technische Leiter noch ein paar Tipps, wie Sie Fehlalarmen durch Kleintiere entgegenwirken können: „Grundsätzlich sollten Fenster, Türen und Tore immer geschlossen werden. Außerdem sollte man darauf achten, dass keine Lebensmittel – auch kein Tierfutter – offen herumstehen oder gelagert werden und ggfs. (Klein-) Tiere anlocken“.
Foto einer Katze, die auf einem Sportgerät sitzt und in die Kamera schaut

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